Herrmann erwartet tausende gewaltbereite Gipfelgegner

Kurz vor dem G7-Gipfel hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vor einer großen Zahl gewaltbereiter Gipfelgegner gewarnt.

Herrmann erwartet tausende gewaltbereite Gipfelgegner
Peter Kneffel Herrmann erwartet tausende gewaltbereite Gipfelgegner

«Wir gehen von mindestens zwei- bis dreitausend gewaltbereiten Leuten aus, die sich am Wochenende hier in Garmisch-Partenkirchen aufhalten könnten», sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk. Darunter seien sicherlich auch viele aus Italien und anderen Ländern. Es gebe Kontrollen im Ausland und an der deutschen Grenze, um «ausländische Chaoten» frühzeitig stoppen zu können.

Wenige Tage vor dem Gipfel auf Schloss Elmau tagen unterdessen zunächst die Gegner: In München beginnt heute der sogenannte Gipfel der Alternativen, auf dem Globalisierungskritiker ihre Positionen deutlich machen wollen.

Ein zentraler Vorwurf an die Adresse der sieben führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7): Ihre Politik sei mitverantwortlich für globale Krisen, Armut und Flüchtlingsnot.

Unterstützt wird der Gegengipfel von mehreren Dutzend Verbänden und Organisationen. Darunter sind das Anti-Globalisierungsbündnis attac, der BUND Naturschutz, die Gewerkschaft Verdi, die Welthungerhilfe und kirchliche Hilfsorganisationen.

Der zweitägige G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Kanada, Japan und Italien beginnt am Sonntag auf Schloss Elmau.