Mund zugenäht: Drastischer Protest gegen Ausbeutung in Sotschi

Aus Protest gegen die Ausbeutung von Tagelöhnern auf den Olympia-Baustellen von Sotschi hat sich ein russischer Arbeiter den Mund zugenäht. Der Mann habe sich mit einem Plakat, auf dem er seinen seit Monaten ausstehenden Lohn einforderte, direkt vor dem Olympia-Park der Schwarzmeerstadt postiert, berichteten örtliche Medien. Die Polizei nahm den Mann fest. Menschenrechtler nannten den Protest «grausam, aber notwendig». Knapp vier Monate vor Beginn der Winterspiele am 7. Februar nähmen die Beschwerden der Arbeiter, aber auch die Repressionen der Behörden gegen die Tagelöhner, massiv zu.