Musikvideo-Dienst Vevo kommt nach Deutschland

Internet-Nutzer in Deutschland bekommen mehr Auswahl bei Musikvideos. Der US-Dienst Vevo wird bis zum Jahresende auch hierzulande starten, wie das Unternehmen mitteilte. Vevo erzielte eine Vereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Gema.

Musikvideo-Dienst Vevo kommt nach Deutschland
Jens Büttner Musikvideo-Dienst Vevo kommt nach Deutschland

Bei der Google-Videoplattform YouTube sind viele Musikvideos in Deutschland seit Jahren nicht verfügbar, weil der Internet-Konzern und die Gema über Abgaben streiten.

Vevo gehört Sony und dem weltgrößten Musikkonzern Universal Music. Der kostenlose und werbefinanzierte Dienst mit einem Arsenal von rund 75 000 Musik-Videoclips ist bisher in zwölf Ländern verfügbar. Die Nutzer werden auf Vevo in Deutschland über die Website, die Apps für Smartphones und Tablets, die Settop-Box Apple TV und die Spielekonsole Xbox zugreifen können.

Vevo kooperiert in den anderen Ländern mit YouTube, wolle sich aber unabhängiger von der Videoplattform machen, um die Werbeeinnahmen nicht mit Google teilen zu müssen, schrieb vor einigen Wochen das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen. Dem Bericht zufolge laufen über zwei Drittel der Abrufe von Videos aus der Vevo-Plattform in den USA derzeit über YouTube.