Mutmaßliche Nuklear-Diebe in Mexiko aus Klinik entlassen

Stadt (dpa) - Die mutmaßlichen Diebe radioaktiven Materials in Mexiko sind offenbar nicht schwer verstrahlt worden. Nach mehrstündigen Untersuchungen wurden sie aus einem Krankenhaus in Pachuco entlassen und der Polizei übergeben, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaats Hidalgo mitteilte.

Mutmaßliche Nuklear-Diebe in Mexiko aus Klinik entlassen
Str Mutmaßliche Nuklear-Diebe in Mexiko aus Klinik entlassen

Der Zustand der Männer im Alter zwischen 16 und 38 Jahren sei stabil. Für Menschen, die mit ihnen in Kontakt kamen, bestehe kein Gesundheitsrisiko, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatte es geheißen, das radioaktive Material könne Menschen innerhalb kürzester Zeit töten.

Die Verdächtigen waren auf dem Weg zur Ortschaft Zumpango im Bundesstaat México festgenommen und wegen des Verdachts auf Strahlenkrankheit ins Krankenhaus gebracht worden, wie die Zeitung «Reforma» unter Berufung auf den Minister für öffentliche Sicherheit in Hidalgo, Alfredo Aedo Mayorga, berichtete. Bei den Festgenommenen handele es sich um die zwei Haupttäter und vier Komplizen.

Sie hatten Anfang der Woche einen Lastwagen mit Nuklearmaterial aus dem Medizinbereich gestohlen. Offenbar brachen sie den Schutzbehälter auf und kamen dabei mit der Substanz Kobalt-60 in Kontakt. Die Diebe hatten es wohl auf den Transporter abgesehen und den Metallkopf eines Geräts zur Strahlentherapie nur aus Versehen geöffnet.