Mutmaßlicher Mörder von Hochschwangerer vor Gericht

Unter großem Medieninteresse und mit verstärkten Eingangskontrollen hat vor dem Landgericht Karlsruhe der Mordprozess gegen einen Mann begonnen, der seine hochschwangere Freundin erstochen haben soll.

Die Anklage wirft dem 24-Jährigen vor, in Bretten mehr als 20 Mal auf die im achten Monat schwangere Frau eingestochen zu haben. Die Stiche trafen das Baby zwar nicht. Es starb aber trotz Notkaiserschnitts kurz nach der Geburt an einer Sauerstoffunterversorgung. Die 23-Jährige erlag eine Woche später ihren schweren Verletzungen.

Der Angeklagte konnte erst Wochen nach der Bluttat in Frankreich gefasst werden. «Ich weiß nichts», sagte der Angeklagte und gab totalen Gedächtnisverlust an. Auch an Namen und Geburtsdatum könne er sich nicht erinnern. Als Motiv für die Tat vermutet die Staatsanwaltschaft Streit und Gewalt in der Beziehung. Die Frau hatte sich trennen wollen und den Hochzeitstermin abgesagt. Zum Prozess sind 19 Zeugen geladen. Ein Urteil wird am 29. Oktober erwartet.