Nach ADAC-Krise: Delegierte beraten Reform des Autoclubs

Der ADAC will in Lübeck über die Neuausrichtung des Automobilclubs abstimmen. Nach der Krise 2014 soll ein Drei-Säulen-Modell Deutschlands größten Verein transparenter aufstellen.

Nach ADAC-Krise: Delegierte beraten Reform des Autoclubs
Lukas Schulze Nach ADAC-Krise: Delegierte beraten Reform des Autoclubs

Die Abstimmung ist für den Nachmittag geplant. Das sogenannte Drei-Säulen-Modell sieht die strikte Trennung des Vereins von den wirtschaftlichen Aktivitäten vor, um den Vereinsstatus des ADAC zu erhalten. Dem ADAC Nordrhein geht diese von Präsidium und Verwaltungsrat des ADAC vorgelegte Reform zu weit. Der größte ADAC-Regionalverband hat ein Gegengutachten vorgelegt.  

Bei der Abstimmung ist nach Angaben eines ADAC-Sprechers lediglich eine einfache Mehrheit der 221 Delegierten erforderlich. Trotz der ablehnenden Haltung des ADAC Nordrhein gilt eine Annahme des neuen Strukturmodells als wahrscheinlich.

Der Erste Vizepräsident des Clubs, Matthias Feltz, sagte, unter allen Alternativen sei das Drei-Säulen-Modell das beste. «Der ADAC muss Verein bleiben. Nur dann bleibt das ehrenamtliche Engagement erhalten», sagte er. Nur mit diesem Modell könne der Bestand der Regional- und Ortsclubs gesichert werden, sagte Feltz. Die Gegner der Reform kritisieren, mit der Aufteilung würde der Verein «jeglichen Einfluss auf die ADAC-Stiftung und die wirtschaftlichen Aktivitäten verlieren».