Nach Anschlag auf Flüchtlingsheim: Anklage gegen Nachbarn

Einen Monat nach dem Brandanschlag auf eine noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft im schleswig-holsteinischen Escheburg hat die Lübecker Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Nachbarn erhoben. Dem 38-jährigen Finanzbeamten wird vorgeworfen, einen Kanister mit brennbarer Flüssigkeit in das Haus geworfen zu haben, in das am nächsten Tag irakische Flüchtlinge einziehen sollten. Mit der Tat habe der Mann verhindern wollen, dass in seiner unmittelbaren Nachbarschaft Flüchtlinge untergebracht werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.