Nach Dobrindt-Prüfung: Autobauer müssen 630 000 Fahrzeuge zurückrufen

Die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordneten Abgas-Nachmessungen zwingen deutsche Autobauer zum Rückruf von rund 630 000 Fahrzeugen verschiedener Marken. Dies verlautete am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin.

Nach Dobrindt-Prüfung: Autobauer müssen 630 000 Fahrzeuge zurückrufen
Patrick Pleul Nach Dobrindt-Prüfung: Autobauer müssen 630 000 Fahrzeuge zurückrufen

Am Nachmittag will Dobrindt einen Bericht über die Nachprüfungen bei verschiedenen Diesel-Fahrzeugen vorlegen. Er hatte die Tests angeordnet, nachdem der Abgas-Skandal bei VW bekannt geworden war. Bereits bekannt war, dass es bei zahlreichen Autos deutlich erhöhte Abgaswerte gegeben hat.

Die Ergebnisse der Untersuchungen, die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht wurden, blieben aber lange Zeit geheim. Die Fahrzeuge seien sowohl auf dem Rollenprüfstand - also quasi unter Laborbedingungen - getestet worden als auch unter realen Bedingungen auf der Straße.

Im Januar hatte das Verkehrsministerium bereits mehrere Neuregelungen in den Blick genommen: Um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu vermeiden, sollen sich technische Prüfdienste, die für einen Autohersteller tätig sind, künftig in einer Rotation abwechseln.