Nach Drohungen: Kein Asylbewerberheim in Dresdner Hotel

Der Eigentümer eines Hotels in Dresden hat sein Angebot zurückgezogen, das Haus als Asylbewerberheim an die Stadt zu vermieten. Als Grund nannte er massiven Widerstand «aus der Bevölkerung und dem näheren Umfeld», wie Sozialbürgermeister Martin Seidel mitteilte.

Neben asylkritischen Schmierereien am Hotel habe es Gewaltdrohungen in sozialen Netzwerken gegeben. «Der Rückzug stellt uns vor eine schwierige Situation», sagte Seidel. In dem Hotel sollten Plätze für 94 Asylbewerber entstehen. Ende vergangenen Jahres lebten 2093 Asylbewerber in der sächsischen Landeshauptstadt.