Nach Flut auf Sardinien werden erste Opfer beigesetzt

Nach den verheerenden Überschwemmungen mit 16 Toten auf Sardinien gehen die Rettung- und Aufräumarbeiten weiter. Helfer suchten weiter fieberhaft nach Vermissten.

«Wir arbeiten an der Suche und versuchen denen zu helfen, die ihre Wohnung verloren haben oder die sich in Schwierigkeiten befinden», sagte der Chef des ítalienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli am Mittwoch in Medieninterviews.

Sintflutartige Regenfälle hatten auf der Insel mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen, unter ihnen auch Kinder. Straßen wurden überschwemmt, Brücken weggerissen, Häuser überflutet. Rund 2300 Menschen hatten die Nacht in Notunterkünften verbracht, weil ihre Wohnungen unbewohnbar sind.

In der am meisten betroffenen Stadt Olbia im Norden der Insel sollten am Mittwochnachmittag sechs Todesopfer beigesetzt werden. Bürgermeister Gianni Giovannelli ordnete für den Tag eine offizielle Trauer an. Schulen blieben geschlossen.

In der Nacht zum Mittwoch regnete es wie in vielen Teilen Italiens erneut. Auf Sardinien gab es aber keine neuen größeren Zwischenfälle. Von Überschwemmungen betroffen waren Medienberichten zufolge die Mitte und der Süden des Landes. Straßen wurden geflutet, starker Wind riss Bäume um. In Avellino bei Neapel stürzte ein Baum auf ein Auto, die beiden Insassen blieben aber unverletzt. Fährverbindungen zu Mittelmeerinseln wie etwa nach Capri waren eingeschränkt.

Für den Fall weiterer Unwetter beobachte der Zivilschutz die Wettervorhersage und werde zwölf Stunden vorher eine Warnung herausgeben, sagte Gabrielli. Nach der Katastrophe auf Sardinien waren Vorwürfe laut geworden, Vorhersagen des Wetterdienstes seien nicht in der Bevölkerung bekanntgemacht worden.