Nach Grenzkontrollen: Weniger Flüchtlinge Richtung Schweden

Nach der Einführung von Grenzkontrollen durch Schweden ist die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern wartenden Flüchtlinge um weit mehr als die Hälfte gesunken.

Nach Grenzkontrollen: Weniger Flüchtlinge Richtung Schweden
Bernd Wüstneck Nach Grenzkontrollen: Weniger Flüchtlinge Richtung Schweden

«Bei uns haben noch 352 Flüchtlinge in Rostock und 70 in Prora (auf Rügen) übernachtet», sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitagmorgen. Am Vortag seien es noch etwa 1000 Flüchtlinge gewesen.

Rund 300 Menschen seien am Donnerstag trotz der Kontrollen mit Fähren nach Schweden gefahren. «Die Lage könnte sich am Freitag ganz entspannen, weil wir wieder rund 400 Fährtickets bekommen haben», sagte der Sprecher der Stadt Rostock.

Am Donnerstag seien mehrere Flüchtlinge wegen fehlender Ausweise beim Ticketkauf zurückgewiesen worden. Einige hätten Anträge auf Asyl gestellt und seien in die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gekommen. «Wir versuchen, den Flüchtlingen schon vor der Fahrt zum Hafen klarzumachen, dass das ohne gültige Papiere keinen Sinn hat», sagte Kunze.

Schweden hatte am Donnerstag die Grenzkontrollen für mindestens zehn Tage wieder eingeführt. Kontrolliert wird schon beim Kauf des Tickets, so dass niemand ohne Papiere auf die Fähren kommen soll.