Nach Imtech-Pleite: Hauptstadtflughafen setzt «Task Force» ein

Nach dem Insolvenzantrag des Gebäudetechnikausrüsters Imtech sollen Baufachleute und Juristen die möglichen Folgen für den neuen Hauptstadtflughafen klären.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hat dafür eine «Task Force» eingesetzt, wie die Betreibergesellschaft am Freitag mitteilte. «Klar ist aus unserer Sicht, dass die Insolvenz Auswirkungen auf unsere Meilenstein-Planung hat, nach der der Abschluss der baulichen Arbeiten im März 2016 vorgesehen ist.»

Teile der Imtech-Belegschaft seien schon am Freitag nicht mehr auf der Baustelle erschienen, sagte Mühlenfeld. Ob die Insolvenz auch die im zweiten Halbjahr 2017 geplante Flughafen-Eröffnung gefährde, werde die Arbeitsgruppe klären. Imtech ist bei dem mehrfach verzögerten Großprojekt für wichtige Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten zuständig. Die deutsche Tochter des niederländischen Konzerns hatte am Donnerstag den Insolvenzantrag gestellt.

Vize-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider sagte, die Entwicklung müsse sehr ernst genommen werden. «Es muss alles getan werden, um terminliche Verzögerungen zu vermeiden, zumindest aber in ihren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.» Der Projektausschuss des Aufsichtsrats werde in Kürze dazu tagen.

Bretschneider rief zu Sachlichkeit in der Debatte auf und warnte vor rhetorischen Schnellschüssen. Am Freitag waren erste Warnungen laut geworden, wonach die Eröffnung 2017 in Gefahr sei.