Nach Platzsturm: 1. FC Köln schließt Fan-Gruppe aus

Nach dem Platzsturm beim Bundesligaspiel in Mönchengladbach hat der 1. FC Köln eine erste Fan-Gruppe aus seiner AG Fankultur ausgeschlossen. Der Verein trenne sich von dem Fan-Club Boyz.

Ermittelte Täter würden sanktioniert und in Regress genommen, teilte der FC mit. Der Club will außerdem prüfen, ob gegen alle dem FC bekannten Mitglieder der etwa 40 Personen umfassenden Gruppierung noch vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag ein lokales, unbefristetes Stadionverbot ausgesprochen wird. Erwogen wird auch, den Boyz die Dauerkarten für Heim- und Auswärtsspiele zu kündigen und alle FC-Mitglieder, die den Boyz angehören, aus dem 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. auszuschließen.

Mit Abpfiff des Rhein-Derbys bei Borussia Mönchengladbach (0:1) hatten FC-Fans den Rasen im Borussia-Park gestürmt und zuvor bereits verbotene Pyrotechnik gezündet. Wegen dieser Vorfälle hat der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen aufgenommen. Dem FC droht eine empfindliche Strafe bis hin zu einem sogenannten Geisterspiel.

Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch verurteilte die Ausschreitungen von Kölner Fans beim Bundesliga-Spiel in Mönchengladbach scharf. «Dieses Verhalten ist völlig inakzeptabel», sagte Koch dem «Kicker».

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kündigte bereits Ermittlungen an und forderte sowohl die Kölner wie auch Borussia Mönchengladbach zu Stellungnahmen auf. Die Vereinsführung der Kölner hatte sich bereits klar von den Vorfällen distanziert.

Noch am Sonntag stellten die Kölner demonstrativ eine Reihe von Fotos der Randalierer auf seine Homepage und schrieb dazu: «Diese Leute schaden dem FC!» Die Kölner kündigten an, die Bilder zeitnah auszuwerten und Ermittlungen voranzutreiben. Gleichzeitig forderte der Club seine Anhänger auf, diese Haltung zu unterstützen. «Wer wegsieht und solche Leute deckt, lebt eine falsche Solidarität und schadet dem Club.»