Nach Schürrle-Coup noch größere VfL-Transfers möglich

Klaus Allofs hat nach der Rekord-Verpflichtung von André Schürrle weitere und größere Transfers angekündigt.

«Wir wollen die Mannschaft weiter punktuell verstärken», sagte der Sportchef des VfL Wolfsburg bei der Vorstellung des 32 Millionen Euro teuren Neuzugangs. «Da wird die Luft jetzt dünner. Wir sind inzwischen so gut besetzt, dass die Verstärkungen, die man der Mannschaft noch zufügt, sich auf sehr hohem Niveau bewegen», sagte Allofs.

Schon die Verpflichtung des Fußball-Weltmeisters vom FC Chelsea sei die «logische Konsequenz» der Wolfsburger Transfer-Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre. «Wir werden unseren Weg weitergehen», kündigte Allofs an. Zudem wehrte er sich erneut gegen die Kritik der letzten Tage, die 32 Millionen Euro für den Chelsea-Reservisten seien zu viel. «Ich glaube, dass ein Engagement in dieser Höhe Sinn macht», befand Allofs: «Ich glaube nicht, dass wir den Rahmen sprengen, wenn man sich den internationalen Markt anschaut.» Die hohe Summe für den 24-Jährigen sind sowohl Club-Rekord als auch die größte Investition, die je ein Bundesligaclub im Winter getätigt hat.

Schürrle selbst will die Diskussionen um seinen Wechsel ausblenden. «Klar ist das eine Menge. Aber ich will Fußball spielen und mache mir um andere Dinge keine Gedanken», sagte der frühere Mainzer und Leverkusener Bundesligaprofi: «Ich freue mich, hier zu sein und bin überglücklich.» Trotz seiner Reservistenrolle zuletzt im Team von Trainer José Mourinho betonte Schürrle sein immer noch vorhandenes Selbstbewusstsein: «Ich weiß, was ich kann.»

Der 24-Jährige ist nach Luiz Gustavo (16 Millionen Euro) und Kevin De Bruyne (22 Millionen Euro) der dritte hochkarätige Star, den der Bundesligazweite innerhalb der vergangenen anderthalb Jahre verpflichtet hat. Ob Schürrle bereits am Samstag gegen 1899 Hoffenheim in der Startelf steht, ließ VfL-Coach Dieter Hecking noch offen. Der Nationalspieler selbst ist bereit: «Ich bin voller Tatendrang. Die Lust ist unheimlich groß.» Ein Platz im Team, das am Dienstag nur 1:1 bei Eintracht Frankfurt spielte, könnte zumindest frei werden. Ivan Perisic hat sich laut Trainer Dieter Hecking den Gesäßmuskel gezerrt. «Sein Einsatz ist zumindest mit einem Fragezeichen versehen», berichtete Hecking.