Nach Schüssen in Ferguson: Behörden rufen Notstand aus

Nach dem Schusswechsel mit der Polizei am Rande von Demonstrationen in der US-Stadt Ferguson haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Gewaltakte würden nicht länger toleriert, teilte der zuständige St. Louis County am Montag mit.

Der Polizeichef von St. Louis, Jon Belmar, übernehme unverzüglich die Polizeiführung in Ferguson und Umgebung, um «das Leben und Eigentum unserer Bürger zu schützen». Zugleich meldete der TV-Sender CNN, vor dem Gerichtsgebäude in St. Louis seien mehrerer Dutzend Demonstranten festgenommen worden.

Nach zunächst friedlichen Protesten am Sonntag - ein Jahr nach dem Tod des schwarzen Jugendlichen Michael Brown - hatte ein Mann nach Angaben der Polizei das Feuer auf vier Beamte in Zivil eröffnet. Darauf schoss die Polizei zurück und verletzte den Schützen schwer. Er liegt in kritischem Zustand in einem Krankenhaus.