Nach Strafbefehl gegen Notarzt: Petition findet 100 000 Unterstützer

Ein Strafbefehl gegen einen bayerischen Notarzt hat Protest bei vielen Internetnutzern ausgelöst.

Nach Strafbefehl gegen Notarzt: Petition findet 100 000 Unterstützer
Stephan Jansen Nach Strafbefehl gegen Notarzt: Petition findet 100 000 Unterstützer

Inzwischen mehr als 100 000 Menschen fordern in einer Online-Petition einen Freispruch für den Mediziner, der einen Strafbefehl wegen Gefährdung des Straßenverkehrs bekommen hatte. Ein Mann aus Hamburg startete die Online-Petition am Donnerstag - bis heute Mittag fand sie bereits mehr als 100 000 Unterstützer.

Der Notarzt war im vergangenen April von der Rettungsleitstelle Ingolstadt ins gut zehn Kilometer entfernte Karlshuld geschickt worden. Ein zweijähriges Mädchen hatte Schnellkleber verschluckt und drohte zu ersticken. Auf der Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn hatte der Mediziner mehrere Autos überholt. Einer der Autofahrer zeigte ihn an, der Arzt bekam einen Strafbefehl über 4500 Euro wegen Verkehrsgefährdung. Außerdem droht ihm ein Führerscheinentzug für sechs Monate.

Weil der 51-Jährige die Strafe des Amtsgerichts Neuburg a.d. Donau nicht akzeptieren will, kommt es jetzt zum Prozess.