Nachgebende Ölpreise ziehen Dax nach unten

Der Dax hat anfängliche Gewinne nicht halten können. Der Leitindex schloss 0,98 Prozent tiefer bei 9530,62 Punkten.

Nachgebende Ölpreise ziehen Dax nach unten
Fredrik Von Erichsen Nachgebende Ölpreise ziehen Dax nach unten

Ungeachtet zwischenzeitlicher Gewinne bleibe «abwärts» nach wie vor die dominierende Trendrichtung, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Zudem gaben die nachgebenden Ölpreise und der etwas anziehende Eurokurs einmal mehr die Richtung vor. Während die Notierungen für den wichtigen Rohstoff vielen Anlegern als Konjunkturindikator gelten, verteuert eine starke Gemeinschaftswährung deutsche Produkte außerhalb der Währungszone.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,70 Prozent auf 19 902,68 Punkte nach unten und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,76 Prozent auf 1620,39 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,30 Prozent auf 2871,57 Punkte. Auch die nationalen Indizes in Paris und London fielen etwas zurück. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab zum europäischen Börsenschluss knapp 1 Prozent ab.

Bei den Einzelwerten hielten sich die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) mit minus 1,11 Prozent deutlich besser als der europäische Branchenindex. «Durch die herben Kursabschläge in den vergangenen Monaten sind extrem viele pessimistische Szenarien bereits eingepreist», begründete Andreas Lipkow vom Berliner Vermögensverwalter Kliegel & Hafner die Entwicklung der VW-Titel. Die Aktien von Daimler erschienen nach der Ausschüttung der Dividende von 3,25 Euro je Anteilsschein nur optisch schwach. Bereinigt um diesen Effekt notierten sie im Plus und beendeten mehrtägige Verluste.

Bei den Technologietiteln gehörte der Spezialmaschinenbauer Aixtron zu den Favoriten: Die Aktien gewannen 5,02 Prozent. Hier schürte ein Bericht des Magazins «Börse Online» erneut Übernahmespekulationen.

Im MDax ließ eine negative Studie die Anteilsscheine von Osram um 2,48 Prozent auf 43,96 Euro sinken. Analystin Lucie Carrier von der US-Investmentbank Morgan Stanley sieht die Gewinne auf längere Sicht stagnieren.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,03 Prozent am Vortag auf 0,02 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 142,43 Punkte, während der Bund-Future um 0,23 Prozent auf 164,33 Punkte stieg. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1388 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1364 (Mittwoch: 1,1336) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8800 (0,8821) Euro.