«Nackenschlag» für Freiburg - Nur 2:2 gegen Hannover

Der SC Freiburg hat nach einer dramatischen Schlussphase seinen dritten Saisonsieg verpasst und muss nun als Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga überwintern.

«Nackenschlag» für Freiburg - Nur 2:2 gegen Hannover
Patrick Seeger «Nackenschlag» für Freiburg - Nur 2:2 gegen Hannover

Nach einer 2:0-Führung durch Mike Frantz (45. Minute) und Marc-Oliver Kempf (81.) kamen die Breisgauer zum Abschluss der Hinrunde am Sonntag gegen Hannover 96 doch nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus. «Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr viel richtig gemacht. Schade, noch mal so einen Nackenschlag zu bekommen», meinte Freiburgs Kapitän Julian Schuster.

Vor 23 550 Zuschauern sorgten die späten Tore der Niedersachsen durch den eingewechselten Leonardo Bittencourt (83.) und Joselu (90.+3) für das Remis. Vorausgegangen war dem letzten Treffer der Bundesliga in diesem Jahr ein grober Fehler von SC-Torwart Roman Bürki. «Wir haben uns endlich mal belohnt für die Moral», kommentierte 96-Kollege und Nationaltorwart Ron-Robert Zieler die Aufholjagd der Gäste. Freiburg bleibt Schlusslicht hinter Borussia Dortmund mit gerade einmal zwei Siegen und 15 Punkten. Hannover (24) hielt als Achter Anschluss an die internationalen Ränge.

Die Richtung für den SC Freiburg gaben von der ersten Minute an die Fans vor. «Auf geht's Freiburg, schießt ein Tor», skandierten sie unermüdlich. Nach einem nervösen Beginn des Sportclubs gelang der Mannschaft von Trainer Christian Streich trotz sichtbarer Bemühungen aber offensiv noch nicht all zu viel. Zunächst zielte Vladimir Darida (14.) Zentimeter übers Tor, ehe sechs Minuten später Fans, Spieler und auch Streich einen Handelfmeter forderten.

Hannovers Hiroki Sakai hatte sich in einen Schuss von Jonathan Schmid geworfen und der Japaner den Ball dabei gegen den Ellbogen bekommen. Schiedsrichter Günter Perl ließ aber zurecht weiterlaufen. Schmid war es auch, der in der 36. Minute mit einem Freistoß Zieler zumindest etwas prüfte.

Das schien es auch an Freiburger Chancen gegen taktisch klug, diszipliniert spielende und ballsichere Hannoveraner gewesen zu sein, die ihrerseits zweimal durch einen Kopfball von Jimmy Briand (24.) und einen Schuss von Joselu (34.) nur den Pfosten trafen und auch ansonsten weitere gute Gelegenheiten ausließen. Die Gäste aus Niedersachsen dominierten angetrieben von ihrem starken Kapitän Lars Stindl das Geschehen, kombinierten schnell in die Spitze und ließen im ersten Abschnitt den Hausherren kaum Lücken.

Außer kurz vor der Halbzeit: Im Strafraum setzte sich Christian Günter durch und passte den Ball von links in die Mitte. Dort zögerte Frantz nicht und schob zum vielumjubelten 1:0 ein. Zieler war machtlos. Einmal hatten seine Vorderleute nicht aufgepasst.

Und siehe da, mit der Führung im Rücken wurden die Freiburger mutiger und besser. Streich ließ seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel weiter angreifen, seine Spieler wirkten aggressiver. Gleich in der 46. Minute verpasste Felix Klaus das 2:0 - er traf nur den Pfosten. Den Nachschuss von Darida parierte Zieler in höchster Not. In der 60. Minute lenkte der Hannoveraner Keeper den Ball mit den Fingern nach einem wuchtigen Distanzschuss von Admir Mehmedi gegen die Latte. Kempf macht es nach einem Eckball aus kurzer Distanz besser. Doch Bittencourt und Joselu machten den Traum vom ersten Sieg seit dem 8. November beim 2:0 gegen den FC Schalke 04 zunichte.

Ballbesitz in %: 41,5 - 58,5

Torschüsse: 11 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 45 - 55

Fouls: 12 - 14

Ecken: 6 - 5

Quelle: optasports.com