Nazi-Plakate: Aue legt Einspruch ein

Zweitligist FC Erzgebirge Aue will das Urteil des DFB-Sportgerichts wegen der Nazi-Plakate anfechten.

Nazi-Plakate: Aue legt Einspruch ein
Hendrik Schmidt Nazi-Plakate: Aue legt Einspruch ein

«Der Vorstand des FC Erzgebirge Aue hat vorsorglich fristwahrend Einspruch eingelegt», teilte der Verein mit. Grund sei, dass «bei der Festlegung der Höhe der Geldstrafe die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt wurde». 

Der Club war am Freitag wegen der Plakate mit Nazi-Vergleichen beim Punktspiel gegen RB Leipzig zu einer Geldstrafe in Höhe von 35 000 Euro verurteilt worden. Zudem müssen die Sachsen bei weiteren Vergehen ein Zweitliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, so das Urteil des Sportgerichtes.

Die Vollstreckung dieser Maßnahme wurde für zwölf Monate zur Bewährung ausgesetzt. Das heißt, dass der Teilausschluss der Zuschauer nur dann erfolgt, wenn es innerhalb der Bewährungszeit zu einem schwerwiegenden Wiederholungsfall kommt.

Beim Heimspiel am 6. Februar hatten Teile der Auer Anhängerschaft Plakate mit Nazi-Vergleichen gezeigt, zudem wurde Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz in Nazi-Uniform abgebildet. Vor und mehrmals während des Spiels wurde im Auer Block Pyrotechnik gezündet, zudem wurden zwei Banner mit verunglimpfendem und diskriminierendem Inhalt gezeigt.