NDR: Bundesweit viel mehr beschädigte Atommüllfässer als bekannt

Deutschlandweit gibt es laut einem Fernsehbericht deutlich mehr beschädigte Atommüllfässer als bislang angenommen.

NDR: Bundesweit viel mehr beschädigte Atommüllfässer als bekannt
Jens Wolf NDR: Bundesweit viel mehr beschädigte Atommüllfässer als bekannt

Von den rund 85 000 Behältern seien fast 2000 verrostet oder anderweitig beschädigt. Das berichtet das NDR-Politikmagazins «Panorama 3» unter Berufung auf eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden der 16 Bundesländer.

Besonders problematisch ist die Situation im größten oberirdischen Zwischenlager in Karlsruhe, wo Prüfer mehr als 1700 beschädigte Behälter gefunden hätten. Ein Sprecher der für die Entsorgung der Anlage zuständigen Firma WAK GmbH bestätigte den Bericht. Die Zahl von 1692 Fässern mit Rostschäden entspreche einem Anteil von weniger als zehn Prozent aller zwischengelagerten Atommüllfässer.

Bei Beginn der Lagerung sei nicht erwartet worden, dass die Zeit der Zwischenlagerung bis zum Transport in ein Endlager so lange dauern werde. Die Fässer werden auf dem Gelände des Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) oberirdisch gelagert.

Bundesweit im Fokus standen bisher vor allem die gut 100 verrosteten Fässer auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein.