Nebenrollen-Oscar für Schwedin Vikander

Die Schwedin Alicia Vikander hat die erste Schauspielertrophäe dieser Oscar-Nacht gewonnen. Die 27-Jährige bekam die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Transsexuellendrama «The Danish Girl».

Nebenrollen-Oscar für Schwedin Vikander
Mike Nelson Nebenrollen-Oscar für Schwedin Vikander

Ansonsten dominierte in der ersten Stunde der Oscar-Gala «Mad Max: Fury Road»: Das postapokalyptische Actionspektakel gewann die Oscars in den vier Kategorien Filmschnitt, Kostümdesign, Make-up/Hairstyling und Produktionsdesign. In dieser Kategorie hatte auch der Deutsche Setdekorateur Bernhard Henrich für das Spionagedrama «Bridge of Spies: Der Unterhändler» auf einen Oscar gehofft.

Zuvor waren bei der 88. Oscar-Verleihung die beiden Drehbuch-Oscars vergeben worden: Der Thriller «Spotlight» um die Enthüllung eines Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche erhielt den Preis für das beste Original-Script. Der Finanzthriller «The Big Short» wurde für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Das Rachedrama «The Revenant - Der Rückkehrer» wurde für die beste Kamera ausgezeichnet. Es war der dritte OScar in Folge für den mexikanischen Kameramann Emmanuel Lubezki.

Doch den größten Gesprächsstoff lieferte der schwarze Moderator Chris Rock. Die Awards seien auch als die «Preise der Weißen» bekannt, sagte der 51-Jährige - gekleidet in einem weißen Anzug. Bereits zuvor hatte es Kontroversen gegeben, weil in den wichtigsten Kategorien keine Afroamerikaner nominiert sind. Im Internet lief die Debatte unter dem Hashtag #OscarsSoWhite.

«Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?» Diese ganze «keine Schwarzen»-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. «Da gab es aber keine Prosteste», sagte Rock mit Verweis auf die 50er und 60er Jahre. «Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt», dann sei einem egal, was die beste Dokumentation sei.