Netanjahu in Davos: Iran und IS gefährlichste Kräfte weltweit

Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält den Iran und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die gefährlichsten Kräfte weltweit.

«Sie sind zwei Seiten der militanten islamischen Münze», sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. «Beide wollen erst den Nahen Osten dominieren und dann das, was darüber hinausgeht.» Netanjahu fügte hinzu: «Der IS kann besiegt werden.»

Mit Blick auf den Iran warnte er, Teheran strebe auch nach der Vereinbarung mit den Weltmächten weiter nach dem Bau einer Atombombe. «Ich hoffe, dass sich letztlich herausstellen wird, dass ich mich geirrt habe. Ich wäre der glücklichste Mensch - aber ich bezweifele, das es so kommt.»

Ungeachtet von Spannungen seien die Beziehungen zu den USA weiterhin «felsenfest», betonte der Regierungschef. Israel verhandele mit den USA über ein umfassendes Militärhilfepaket. Er beschrieb zudem eine wachsende Annäherung arabischer Staaten an Israel, darunter auch Saudi-Arabien.

Netanjahu traf sich in Davos mit US-Außenminister John Kerry und US-Vizepräsident Joe Biden. Beide Gespräche seien sehr positiv verlaufen, teilte Netanjahus Büros anschließend mit.

Zum Syrien-Krieg sagte Netanjahu, das Nachbarland werde sich auf Dauer nicht als ein Staat halten können. Im besten Fall sei eine «leichte Balkanisierung» Syriens zu erwarten. Zu dem Konflikt mit den Palästinensern sagte Netanjahu, Israel wolle nicht auf Dauer ein anderes Volk kontrollieren. Er warf dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas erneut vor, Verhandlungen abzublocken.