Netanjahu und Obama verhandeln milliardenteure Militärhilfen

Erstmals seit der Unterzeichnung des Atomdeals mit dem Iran hat US-Präsident Barack Obama den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu empfangen, der als größter Kritiker der Vereinbarung gilt.

Israel bemüht sich nach diesem internationalen Atomabkommen mit seinem Erzfeind nunmehr um weitere milliardenschwere Militärhilfen in den USA. Die Verlängerung des im Jahr 2017 auslaufenden Pakets, das derzeit Zahlungen von drei Milliarden Dollar (rund 2,8 Mrd Euro) pro Jahr vorsieht, war Thema des Spitzentreffens am Montag im Weißen Haus.

«Unsere Militärhilfe betrachten wir nicht nur als wichtig für den Staat Israel, sondern auch für die Sicherheit der USA», sagte Obama zu Beginn des Treffens. Ziel sei unter anderem, Handlungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der vom Iran unterstützten schiitischen Hisbollah-Miliz zu stoppen. Die Instabilität im Nahen Osten stelle die Region auf eine Probe, sagte Netanjahu, der sich für eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern aussprach.