Netflix-Aktie unter Druck - HBO kündigt Konkurrenzdienst an

Der Online-Videodienst Netflix (House of Cards) steht an der Börse unter Druck, denn in den USA baut sich starke Konkurrenz auf.

Der zum US-Medienriesen Time Warner gehörende Fernsehsender HBO (Game of Thrones, The Sopranos) kündigte auf einer Investorenkonferenz den Start eines ähnlichen Streamingservices für 2015 an.

Auch Netflix konnte ein erfreuliches Geschäft bekanntgeben: Ab Januar soll der Onlineanbieter die Lizenzrechte für alle 10 Staffeln der Erfolgsserie «Friends» von Time Warner erhalten. Das konnte Anleger allerdings nicht begeistern: Die Netflix-Aktie fiel im schwachen Gesamtmarkt um mehr als drei Prozent.

Das geplante HBO-Streamingangebot richtet sich zunächst an die etwa zehn Millionen US-Kunden, die von Time Warner ihr Internet beziehen, aber kein Fernsehen. HBO-Chef Richard Plepler sprach allerdings auch von internationalen Möglichkeiten, ohne jedoch konkreter zu werden.

Netflix ist anders als HBO bereits stark international ausgerichtet. Das Unternehmen war jüngst auch in Deutschland gestartet. Es bietet für eine monatliche Abo-Gebühr Filme und Serien an, die im Internet abrufbar sind. Am Mittwochabend wird die Firma ihre Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal bekanntgeben.