Neu-Kommissar Katainen verteidigt 300-Milliarden-Euro-Paket

Der designierte EU-Kommissions-Vizepräsident für Arbeitsplätze und Wachstum, Jyrki Katainen, verteidigt das geplante europäische Investitionspaket von 300 Milliarden Euro. Dafür soll frisches Geld von Steuerzahlern und aus dem Privatsektor fließen.

Neu-Kommissar Katainen verteidigt 300-Milliarden-Euro-Paket
Olivier Hoslet Neu-Kommissar Katainen verteidigt 300-Milliarden-Euro-Paket

«Für höhere Schulden in Mitgliedsländern gibt es keinen Raum», schränkte Katainen, früherer konservativer finnischer Regierungschef, am Dienstag bei der Anhörung des EU-Parlaments in Brüssel ein.

Das öffentliche Geld soll nach früheren Angaben unter anderem aus dem EU-Haushalt und von der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Luxemburg kommen. Einzelbeträge stehen noch nicht fest. «Wir brauchen mehr Zeit, um das Paket zu schnüren», sagte Katainen. «Neuer Schwung für Jobs und Wachstum ist nötig.»

Die neue Kommission von Präsident Jean-Claude Juncker hat sich vor allem den Kampf gegen Wirtschaftsflaute und Rekordarbeitslosigkeit auf die Fahnen geschrieben. Katainen, der als Anwalt eines Sparkurses gilt, hatte bereits im Sommer seinen Landsmann Olli Rehn als EU-Währungskommissar abgelöst.