Neue Marine-Fregatten taugen nicht zur Piratenjagd

Die neuen Fregatten der Deutschen Marine sind für die Jagd auf Piraten nur unzureichend ausgerüstet. Die Spezialkräfte der Marine kritisieren gravierende Schwachstellen bei den schnellen Beibooten der Fregatten, wie «Der Spiegel» berichtet.

Neue Marine-Fregatten taugen nicht zur Piratenjagd
Arge 125 C/o Blohm+voss Naval Neue Marine-Fregatten taugen nicht zur Piratenjagd

Diese können demnach wegen hoher Antennenaufbauten nur schlecht an entführten Schiffen anlegen, sind im hinteren Teil wegen starker Strahlenbelastung durch Funkgeräte nicht benutzbar, und ihr Mittelgang ist für voll ausgerüstete Soldaten zu schmal.

Das Verteidigungsministerium bestätigt dem Nachrichtenmagazin die von den Spezialkräften geäußerte Kritik. Man habe darauf bereits mit einigen Anpassungen reagiert, alle Forderungen ließen sich aber nicht erfüllen. Die Marine hat dem Bericht zufolge 16 Beiboote für insgesamt 13 Millionen Euro bestellt. Je vier davon sollen unter Deck der neuen Fregatten der Klasse 125 - Stückpreis 660 Millionen Euro - untergebracht werden.