Neue Streiks in Griechenland

Die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras erlebt eine neue Streikwelle in Griechenland. Am Montag legten die Gymnasiallehrer für 48 Stunden die Arbeit nieder.

Auch die Angestellten der Kommunen streikten. Vielerorts wurde der Müll nicht abgeholt. Mehrere Hundert Kommunalbedienstete und uniformierte Mitarbeiter von Ordnungsämtern versammelten sich im Zentrum Athens hinter einem Leichenwagen und beerdigten symbolisch ihre Arbeitsplätze. Hunderte von ihnen sind seit Montag in die sogenannte Mobilitätsreserve versetzt worden. Sie erhalten in den kommenden acht Monaten 60 Prozent ihres Gehaltes. Sollte für sie kein anderer Arbeitsplatz im staatlichen Bereich gefunden werden, werden sie ihren Job verlieren.

An diesem Dienstag soll die Streikwelle einen Höhepunkt erreichen. Die Gewerkschaft der Staatsbediensteten (ADEDY) rief zu einem 48-stündigen Streik auf. Zudem wollen dann auch einige Bereiche des privaten Sektors streiken. Größere Streiks im Bereich Tourismus und Hotellerie sind aber nicht geplant.

Die Proteste richten sich gegen die Sparpolitik und geplante Entlassungen im staatlichen Bereich. Unter dem Druck der internationalen Geldgeber will die Regierung in Athen 15 000 Staatsbedienstete bis Ende 2014 entlassen. Weitere 25 000 Angestellte des Staates sollen in die sogenannte Mobilitätsreserve wechseln.