Neuer «Lernstift» vibriert bei Schreibfehlern

Das Münchner Unternehmen Lernstift will mit einem neuartigen Schreibgerät Kindern und Erwachsenen das richtige Schreiben beibringen. Auf der Online-Finanzierungsplattform Kickstarter versuchen die Gründer Falk Wolsky und Daniel Kaesmacher, knapp 140 000 Euro für die Finanzierung aufzutreiben.

Neuer «Lernstift» vibriert bei Schreibfehlern
Michael Poganiatz Neuer «Lernstift» vibriert bei Schreibfehlern

«Die Idee kam uns, als meine Frau und ich unseren Sohn bei den Hausaufgaben beobachtet haben. Er war irgendwie abgelenkt und verschrieb sich dauernd», sagte Wolsky der dpa. Er entwarf daraufhin einen winzigen Computer, der im Innern des Lernstifts steckt und über einen Bewegungssensor mit Gyroskop verfügt, den man auch in aktuellen Smartphones findet. Damit kann der Stift die Fingerbewegungen beim Schreiben auswerten.

Sobald ein Wort falsch geschrieben wird, fängt der Lernstift an zu vibrieren. Bei der Interpretation der Handschrift wird die Software einer Drittfirma verwendet, die auch beim Audi A3 sowie dem Smartphone Samsung Galaxy zum Einsatz kommt. Eine Variante des Stifts soll sich an Gadget-Freunde und Business-Anwender richten, die den Stift zur Texterfassung auf dem Smartphone und Tablet-Computer oder als virtuelles Whiteboard nutzen wollen.

Mit ersten Prototypen will Lernstift noch vor Weihnachten auf den Markt kommen. Im Handel soll der Stift dann im ersten Quartal 2014 verfügbar sein. Die Finanzierung des Projekts hänge nicht allein vom Erfolg der Kickstarter-Kampagne ab. Das Start-up mit derzeit zehn Mitarbeitern wird auch über Telefónicas Startup-Programm Wayra gefördert.