Neuer NSU-Untersuchungsausschuss will offene Fragen klären

Zwei Jahre nach dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss hat im Bundestag ein weiteres solches Gremium mit der Arbeit begonnen.

Neuer NSU-Untersuchungsausschuss will offene Fragen klären
Rainer Jensen Neuer NSU-Untersuchungsausschuss will offene Fragen klären

Der Ausschuss soll offene Fragen rund um die Mordserie des rechtsterroristischen «Nationalsozialistischen Untergrunds» klären. Bundestagspräsident Norbert Lammert machte bei der Konstituierung in Berlin darauf aufmerksam, dass der Ausschuss von allen Fraktionen beantragt wurde. Dies zeige das gemeinsame Anliegen der weiteren Aufklärung.

Der Ausschussvorsitzende Clemens Binninger (CDU) sagte: «Wir wollen den drängenden Fragen nachgehen.» Dem NSU werden zwischen 2000 und 2007 zehn Morde angelastet, an neun Männern aus Zuwandererfamilien und einer Polizistin.

Der erste NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags hatte im Sommer 2013 seine Arbeit beendet. Als offen gilt etwa, ob sich die Behörden zu früh darauf beschränkt hätten, die Verantwortung alleine bei dem NSU-Trio zu suchen. So sei zu fragen, ob sich die Behörden zu früh darauf beschränkt hätten, die Verantwortung alleine bei dem NSU-Trio zu suchen.