Neustart der «Weltmaschine»: Suche nach dunkler Materie

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt ist nach einer umfassenden Modernisierungsphase am Ostersonntag neu gestartet worden.

Neustart der «Weltmaschine»: Suche nach dunkler Materie
Martial Trezzini Neustart der «Weltmaschine»: Suche nach dunkler Materie

«Heute ist der Tag!», twitterte der zuständige Abteilungsdirektor des Europäischen Kernforschungszentrums (Cern), Frédérick Bordry, aus dem Kontrollzentrum. Das Cern hat seinen Sitz in der Schweiz.

Zum ersten Mal seit zwei Jahren werden wieder Elementarteilchen in die 27 Kilometer Umlaufbahn des Large Hadron Colliders (LHC) eingeleitet und bei nahezu Lichtgeschwindigkeit zur Kollision gebracht. In den Zerfallsprodukten der Zusammenstöße suchen Physiker nach bislang unbekannten Bausteinen des Universums.

Knapp drei Jahre nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens wollen die Forscher nun mit Hilfe der sogenannten Weltmaschine weitere Rätsel des elementaren Aufbaus der Welt lösen. Sie hoffen, in den kommenden Jahren erstmals konkrete Beweise für die Existenz Dunkler Materie sowie Informationen über deren Zusammensetzung zu bekommen.

«Der Neustart des LHC mit deutlich höherer Energie gibt uns die Chance in neue, unbekannte Regionen vorzustoßen und neue physikalische Phänomene wie zum Beispiel die Dunkle Materie nachzuweisen», erklärte der Direktor für Teilchenphysik des Deutschen Elektronen-Synchrotons (Desy), Joachim Mnich. Das Desy ist mit rund 150 Mitarbeitern an den Experimenten des Cern beteiligt.

Insgesamt gehören rund 1000 deutsche Forscher zu den weltweit Zehntausenden Wissenschaftlern, die in die Experimente mit der «Weltmaschine» einbezogen sind.