Niersbach und Koch begrüßen Infantino-Wahl

FIFA-Spitzenfunktionär Wolfgang Niersbach sieht nach der Wahl seines Wunschkandidaten Gianni Infantino zum neuen Chef des Fußball-Weltverbands den Weg für tiefgreifende Verbesserungen frei. Auch DFB-Interimspräsident Rainer Koch begrüßt die Wahl.

Niersbach und Koch begrüßen Infantino-Wahl
Patrick Seeger Niersbach und Koch begrüßen Infantino-Wahl

«Ich traue Gianni Infantino zu, dass ihm die Wende in Sachen Ansehen und Glaubwürdigkeit der FIFA gelingt», sagte der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, der den DFB weiter in der FIFA-Exekutive vertritt. Der DFB hatte den bisherigen UEFA-Generalsekretär Infantino bei der Wahl in Zürich unterstützt.

Niersbach begrüßte die Kür des Schweizers: «Es war ein guter Tag für die FIFA, vielleicht sogar ein historischer.» Allerdings beginne die Arbeit für den Nachfolger des gesperrten Joseph Blatter beim skandalgeschüttelten Weltverband erst jetzt.

«Ich bin sehr erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und dass wir mit ihm in unserer europäischen Fußball-Gemeinschaft weiter sehr viel Einfluss auf den Weltfußball nehmen können», sagte Koch nach der Wahl.

Infantino werde der Ausgleich zwischen Clubfußball und den Nationalmannschaften gelingen. «Ich bin sehr erleichtert, weil so die Einheit des Fußballs gewahrt bleibt», erklärte Koch, gemeinsam mit Reinhard Rauball Interimspräsident des Deutschen Fußball-Bunds. «Für mich ist das größte Trauma, wenn die FIFA zerstört würde und wir eine Situation wie im Boxen hätten und am Ende vier Weltmeister gekürt würden, weil wir uns nicht mehr auf eine Weltorganisation einigen könnten.»