Nobelpreisträgerin Alexijewitsch sieht neuen Kalten Krieg

Die weißrussische Literaturnnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hat sich pessimistisch über die künftige Entwicklung Russlands geäußert. «Man hat manchmal das Gefühl, dass nach Putin hinter seinem Rücken noch viel härtere Menschen zum Vorschein kommen», sagte die Schriftstellerin bei einer Lesung in Köln. Der Nationalismus in Russland nehme ständig zu, dazu komme ein Gerede vom Dritten Weltkrieg. «Ich glaube, wir stehen am Anfang eines Kalten Krieges», sagte die 67-Jährige. Alexijewitsch spürt in Büchern wie «Secondhand-Zeit» den bitteren Folgen der Sowjetherrschaft nach.