Noch mehr Streit um Betriebsrenten der Lufthansa

Kurz vor dem drohenden Streik der Lufthansa-Flugbegleiter macht eine weitere Berufsgruppe Front gegen den angestrebten Umbau der Betriebsrenten.

Noch mehr Streit um Betriebsrenten der Lufthansa
Federico Gambarini Noch mehr Streit um Betriebsrenten der Lufthansa

«Wir wollen das jetzige Niveau der betrieblichen Altersversorgung erhalten und auch für Neueingestellte zugänglich machen», teilte die Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle vor den für Donnerstag angesetzten Verhandlungen für rund 33 000 Bodenbeschäftigte mit. Beides sei mit den vorliegenden Vorschlägen der Lufthansa nicht gewährleistet, sagte sie am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Umstellung auf feste Beiträge des Unternehmens anstelle der bislang in der absoluten Höhe garantierten Betriebsrenten werde Verdi nicht mitmachen, kündigte Behle an, die gleichzeitig stellvertretende Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzende ist. Das Zinsrisiko dürfe nicht auf die Arbeitnehmer zu einem Zeitpunkt abgewälzt werden, an dem niemand sagen könne, wie lange das aktuelle Niedrigzinsniveau noch anhalte. Der Dax-Konzern müsse für die häufig nicht üppig bezahlten Mitarbeiter eine Mindestverzinsung garantieren.

Keine Bewegung vermeldeten die Kontrahenten im bereits festgefahrenen Tarifkonflikt für die rund 19 000 Flugbegleiter. Man habe von Lufthansa bisher kein weiteres Angebot erhalten, betonte der Chef der streikbereiten Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, in Frankfurt. Ufo hat zu einem einwöchigen Streik von diesem Freitag an aufgerufen, falls nicht noch bis Donnerstag, 17.00 Uhr, ein verbessertes Angebot eingeht. Lufthansa verteidigte erneut ihre jüngste Offerte zu den Betriebs- und Übergangsrenten. Man werde alles tun, um mit der Gewerkschaft wieder in Gespräche zu kommen, sagte ein Unternehmenssprecher, ohne konkreter zu werden.