Nordkorea: «Zwei Systeme in einem Land» auf Weg zu Einheit

Auf dem Weg zu einer Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea hat der kommunistische Norden eine Konföderation vorgeschlagen. «Eine Vereinigung des Vaterlandes ist die größte Sehnsucht der ganzen Nation», sagte Pjöngjangs Außenminister Ri Su Yong vor der UN-Vollversammlung in New York.

Nordkorea: «Zwei Systeme in einem Land» auf Weg zu Einheit
Yonhap Nordkorea: «Zwei Systeme in einem Land» auf Weg zu Einheit

«Wir sind der Meinung, dass eine nationale Wiedervereinigung nicht durch Konfrontation erreicht werden sollte, sondern durch eine Konföderation mit zwei Systemen in einem Land, so Ri.

«Die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea strebt in Worten und Taten aufrichtig die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen hin zu einer Vereinigung durch Konföderation an», sagte Ri. Das sei der einzige Weg, um Krieg zu vermeiden und den Frieden zu sichern. Zugleich warf er dem Süden aber Provokationen und Schikanen vor.

Ri beteuerte, dass Nordkorea immer offen sei für einen Dialog über «echte Menschenrechte, abseits einer politischen Motivation und eines heuchlerischen Missbrauchs». Pjöngjang sei bereit zu Verhandlungen mit anderen Ländern auf Augenhöhe über Menschenrechte. Das Land sei auch willens, mit den Vereinten Nationen in dieser Frage zusammenzuarbeiten. Zuvor hatte Ri gesagt, alle Menschenrechte würden in Nordkorea respektiert.