Notenbank-Geld schiebt Dax über 12 000 Punkte

Die Geldflut der Notenbanken hat den Dax erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 12 000 Punkten getrieben.

Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 1,75 Prozent höher bei 12 110,24 Punkten. Die Deutsche Börse und mehrere Direktbanken hatten den Montag bereits im Vorfeld passenderweise zum «Tag der Aktie» ausgerufen.

Mit der neuen Bestmarke krönte der Dax seine mehr als neunwöchige Rekordjagd. Erst vor einem Monat war er über die Schwelle von 11 000 Punkten gesprungen. Für den vorangegangenen 1000er Schritt hatte der Leitindex noch über ein halbes Jahr gebraucht.

«Fallende Kurse scheint es nicht mehr zu geben», kommentierte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin «Index-Radar».

Viele Anleger hätten vergeblich auf eine Korrektur gewartet, um günstiger in den Markt zu kommen, und stiegen nun gezwungenermaßen zu höheren Kursen ein. «So setzt sich eine Spirale in Gang, die ständig am Leben bleibt.»

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,76 Prozent auf 21 016,22 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,59 Prozent auf 1666,02 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,88 Prozent.