Nowitzki nun sechstbester Scorer der NBA-Historie

Seinen historischen Korb im zweiten Viertel nahm Dirk Nowitzki äußerlich gelassen hin. Beim 119:118 der Dallas Mavericks sorgte Deutschlands bester Basketballer danach in der Verlängerung nicht nur für die Entscheidung, er setzte auch einen weiteren Meilenstein seiner NBA-Karriere.

Dank seiner 22 Punkte verbesserte sich Nowitzki auf Platz sechs der «ewigen» Scorerliste in der nordamerikanischen Basketballliga: Mit nun 28 609 Zählern verdrängte der gebürtige Würzburger die NBA-Legende Shaquille O'Neal (28 596).

«Das hört sich ziemlich gut an. Ein Traum wurde wahr», sagte Nowitzki. Der 37-Jährige erzielte bei den Brooklyn Nets 19,2 Sekunden vor Ende der Verlängerung zudem den entscheidenden Korb.

Neben Nowitzki ist Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers der einzige noch aktive Basketballer in den ewigen Top 10 der NBA. «Es war eine unglaubliche Reise. Hoffentlich kommt noch mehr», twitterte Nowitzki nach den vielen Glückwünschen, die ihn erreichten.

Vor Nowitzki liegt auf Platz fünf Wilt Chamberlain mit wohl unerreichbaren 31 419 Punkten. Es sei denn, Nowitzki spielt noch über sein vereinbartes Vertragsende 2017 hinaus. «Es gibt so viele große Spieler, die nicht so viele Punkte haben, weil sie verletzt waren. Ich war da glücklicher», sagte er gewohnt bescheiden.

Nach dem Spiel hatte er auf die Anfänge seiner Karriere zurückgeblickt, «als ich ein dürrer 20-Jähriger war, mit einer schlimmen Frisur und einem schlimmen Ohrring nicht der Selbstbewussteste war». Mavs-Trainer Rick Carlisle, der tags zuvor nach einer Niederlage gegen Toronto sein Team noch gescholten hatte, lobte Nowitzki als «großen Spieler dieser Generation, der das Spiel und seine Position neu definiert hat. Es ist mir eine Ehre, jedem Tag mit ihm zu arbeiten.»

Bester Werfer der Mavericks bei den Nets war J.J. Barea mit 32 Punkten. In der Western Conference rückte Dallas mit 16:13 Siegen auf den vierten Platz vor.

Nowitzkis Nationalmannschafts-Kollege Dennis Schröder gewann mit den Atlanta Hawks gegen die Detroit Pistons 107:100. Schröder kam von der Bank und steuerte in 20 Minuten 14 Punkte zum fünften Hawks-Sieg in Serie bei. Mit 19:12 Siegen ist Atlanta Zweiter der Eastern Conference.

Der dritte Deutsche in der NBA, Tibor Pleiß, verfolgte die 85:103-Niederlage der Utah Jazz gegen die Golden State Warriors von der Bank aus. NBA-Champion Golden State baute seine Startserie auf 27:1-Siege aus.