Nowitzki sieht trotz Offensivwirbel noch Probleme

Nach dem ersten Auswärtserfolg der Dallas Mavericks übernahm Dirk Nowitzki die Rolle als Mahner. Trotz des Offensivwirbels beim hart erkämpften 109:104 bei den New Orleans Pelicans bemängelte der Basketball-Superstar die zeitweise Unkonzentriertheit der Texaner.

«Wir müssen definitiv einige der Probleme lösen, die wir im dritten Viertel hatten», sagte der 36-Jährige über den zweiten Sieg im dritten Saisonspiel.

Leichtfertig verspielten die Mavs im Duell mit dem Divisionsrivalen nach der Pause einen 17-Punkte-Vorsprung - und setzten sich erst nach einem Kraftakt im Schlussabschnitt durch. «Manchmal muss man die Blutung einfach irgendwie stoppen, fokussieren und das haben wir geschafft», erklärte Nowitzki, der auf 17 Punkte kam. «Ich finde es toll, wie wir füreinander gekämpft haben.»

Schon zum Start in die neue Saison mit der knappen Niederlage beim Meister San Antonio Spurs und dem deutlichen Sieg über die Utah Jazz zeichnete sich ab, dass Dallas sich dank des Gehaltsverzichts von Nowitzki verstärkt hat. Im Angriff sorgt Chandler Parsons für den erhofften Schwung und Treffsicherheit aus der Distanz, der Flügelspieler war mit 20 Punkten bester Werfer seiner Mannschaft.

Zudem bringt Center Tyson Chandler unter dem Korb die benötigte Stabilität in der Verteidigung. «Wir haben ein sehr tiefes Team und das müssen wir in der langen Saison zu unserem Vorteil nutzen», lobte Nowitzki das neue Zusammenspiel. «Wir haben schon in drei Spielen gezeigt, dass wir defensiv sehr explosiv sein können.» Aus dem Meister-Kader von 2011 kehrte nicht nur Chandler, sondern auch der jüngst verpflichtete Aufbauspieler J.J. Barea zurück und zeigte mit acht Punkten und drei Assists seine Qualitäten.

Auch dank Monta Ellis hängt damit nicht mehr die Hauptlast bei Nowitzki - gegen New Orleans punkteten gleich sechs Dallas-Profis zweistellig. «Das ist kein Team, das sich jede Nacht auf einen Jungen verlässt», sagte Trainer Rick Carlisle. «Wir müssen eine Balance haben oder wir werden Probleme bekommen, zu gewinnen.»

Beim zweiten Saisonspiel der Atlanta Hawks stand der Braunschweiger Dennis Schröder gar nicht erst auf dem Feld. Ohne den jungen Aufbauspieler gewann das Team aus Georgia mit 102:92 gegen die Indiana Pacers und verbuchte seinen ersten Erfolg. Jeff Teague war mit 25 Punkten bester Werfer für die Hawks.