NRW-Innenminister Jäger weist Vertuschungsvorwürfe zurück

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat im «Untersuchungsausschuss Silvesternacht» Spekulationen zurückgewiesen, sein Haus habe Polizeimeldungen manipuliert. «Der Vorwurf der Vertuschung ist aus der Luft gegriffen.»

NRW-Innenminister Jäger weist Vertuschungsvorwürfe zurück
Federico Gambarini NRW-Innenminister Jäger weist Vertuschungsvorwürfe zurück

Weder er noch das Lagezentrum der Landespolizei in seinem Namen hätten darauf gedrungen, sogenannte «WE-Meldungen» (WE: Wichtiges Ereignis) zu ändern, sagte Jäger als Zeuge aus.

Ein Kölner Kriminalkommissar hatte vor einer Woche im Ausschuss hingegen ausgesagt, ein Beamter des Lagezentrums habe - angeblich auf Wunsch des Innenministeriums - den Begriff «Vergewaltigung» aus einer WE-Meldung streichen lassen wollen. Die Meldung sei nicht verändert worden, und dafür hätte es auch keinen Grund gegeben, sagte Jäger.

In der Silvesternacht waren Hunderte Frauen am Kölner Hauptbahnhof von ausländischen Männergruppen drangsaliert, beraubt und belästigt worden - auch Vergewaltigungen wurden angezeigt. Ein großer Teil der Beschuldigten ist nach Erkenntnissen der Ermittler nordafrikanischer Herkunft.