NSU-Morde: Gegen Anschlagsopfer in Köln wurde nicht ermittelt

Bei der Untersuchung des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße 2004 sind keine Ermittlungsverfahren gegen Angehörige der Opfer eingeleitet worden. Das hat der damals zuständige Oberstaatsanwalt, Rainer Wolf, im NSU-Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags versichert.

Vorwürfe, damals hätten die Opfer im Zentrum der Ermittlungen gestanden, seien falsch. Es sei keineswegs nur ermittelt worden, ob es sich um organisierte Kriminalität in rivalisierenden türkischen Szenen gehandelt haben könnte. Bei dem Anschlag, der auf das Konto der rechten Terrorzelle NSU («Nationalsozialistischer Untergrund») gehen soll, waren 2004 in der von türkischen Zuwanderern geprägten Keupstraße 22 Menschen verletzt worden.