NSU-Prozess: Befangenheitsantrag abgelehnt

Der NSU-Prozess in München ist am Donnerstag gleich zu Beginn unterbrochen worden. Der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben kündigte über seinen Verteidiger Olaf Klemke einen neuen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl an.

Das Gericht unterbrach nach Wohllebens Ankündigung die Verhandlung für zunächst zwei Stunden. Am Rande wurde bekannt, dass der letzte Befangenheitsantrag der Hauptangeklagten Beate Zschäpe inzwischen abgelehnt worden ist. Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Sie ist die einzige Überlebende des NSU-Trios.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft bei der Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen vor, die die Gruppe aus überwiegend rassistischen Motiven begangen haben soll. Wohlleben ist angeklagt, weil er die wichtigste Mordwaffe des NSU beschafft haben soll.