NSU-Prozess nach vier Wochen Sommerpause fortgesetzt

Der Münchner NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist nach vier Wochen Sommerpause fortgesetzt worden. Zschäpe muss sich in dem Verfahren als mutmaßliche Mittäterin für die Serie von zehn Morden des «Nationalsozialistischen Untergrunds» verantworten. 

NSU-Prozess nach vier Wochen Sommerpause fortgesetzt
Peter Kneffel NSU-Prozess nach vier Wochen Sommerpause fortgesetzt

Als Zeuge vernahm das Oberlandesgericht einen Taxifahrer, der Zschäpe im Juni 2011 von der Wohnung des NSU-Trios an der Frühlingstraße in Zwickau zum Hauptbahnhof brachte. Vor dem Bahnhof habe er mit Zschäpe im Wagen etwa zehn Minuten gewartet, sagte der Zeuge. Dann seien zwei Männer dazugestiegen. Nach seiner Erinnerung handelte sich sich um Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Er habe die drei dann in die Frühlingstraße zurückgebracht.

Die Aussage des Zeugen deckte sich nicht in allen Punkten mit einem Vermerk der Polizei. Zschäpes neuer Rechtsanwalt Mathias Grasel erklärte, möglicherweise habe Zschäpe an diesem Tag nicht ihre beiden Partner abgeholt, sondern sei selber mit der Bahn nach Niedersachsen zu dem wegen Beihilfe in München mitangeklagten Holger G. gereist.

Als weitere Zeugen wollte das Gericht einen Jugendfreund Zschäpes vernehmen.