NSU-Prozess: Zschäpes Aussage für den Nachmittag angekündigt

Nach einer unerwarteten Verzögerung im Münchner NSU-Prozess soll die zweite Aussage von Beate Zschäpe noch heute verlesen werden. Das kündigte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Nachmittag an.

Zschäpe hatte erstmals im Dezember ihr jahrelanges Schweigen gebrochen und ihren Anwalt Mathias Grasel eine lange Erklärung verlesen lassen.

Darin bestritt sie, vorab von den Morden gewusst zu haben, die dem «Nationalsozialistischen Untergrund» angelastet werden. Anschließend stellte Richter Götzl zahlreiche Nachfragen, etwa, was sie über die Beschaffung der Waffen wisse und zu Details des Untergrundlebens mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Zschäpes Einlassung hatte sich verzögert, weil der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben Befangenheitsanträge gegen zwei Richter gestellt hatte, neben Götzl auch gegen seine Beisitzerin Michaela Odersky.