Angeklagte im Prozess um krankes Flüchtlingskind freigesprochen

Im Prozess um ein krankes Flüchtlingskind in einer Aufnahmeeinrichtung im fränkischen Zirndorf sind zwei Pförtner und ein Bereitschaftsarzt in zweiter Instanz freigesprochen worden. Der Fall könne nach mehr als drei Jahren nicht mehr vollständig aufgeklärt werden, sagte der Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth. Die Erkenntnisse reichten für eine Verurteilung nicht aus. Das Kind war Ende 2011 an einer schweren bakteriellen Infektion erkrankt. Statt einen Notarzt zu rufen, schickten die Mitarbeiter die Familie jedoch zu Fuß zu einer fast zwei Kilometer entfernten Kinderärztin.