Regen: Lisicki beim in Nürnberg in der Warteschleife

Sabine Lisicki musste am dritten Tag in Nürnberg das tun, was sie von ihrem Lieblings-Tennisturnier in Wimbledon bestens kennt: Sie musste warten.

Regen: Lisicki beim in Nürnberg in der Warteschleife
Daniel Karmann Regen: Lisicki beim in Nürnberg in der Warteschleife

Am Mittwoch erreichte die Regenfront in Bayern das Frankenland. Der Wetterumschwung sorgte dafür, dass die letzten drei angesetzten Achtelfinalpartien bei dem mit 250 000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Gefahr gerieten. Die Zuschauer schützten sich mit Schirmen, auch die Spielerinnen mussten sich in Geduld üben. Neben Lisicki (Berlin) sollte auch Carina Witthöft (Hamburg) gegen Jewgenia Rodina aus Russland antreten.

Die an Nummer drei gesetzte Fed-Cup-Spielerin Lisicki sollte auf dem von ihr ohnehin ungeliebten Sand, der mit jedem Tropfen schwerer wurde, gegen eine Spanierin antreten, die den langsamen Belag bekanntlich mehr mögen. Immerhin: Gegen Lara Arruabarrena konnte Lisicki das vor dem Wiedersehen in Nürnberg einzige Duell gewinnen. Und das sogar glatt in zwei Sätzen bei den French Open in Paris vor vier Jahren.

«Es macht mir inzwischen immer mehr Spaß, auf Sand zu spielen», hatte Lisicki nach ihrem glatten Auftakterfolg gegen Silvia Soler-Espinosa, ebenfalls eine Spanierin, berichtet. Am Montag schien in Nürnberg aber auch noch die Sonne - und der rote Sand war weder sehr schwer noch besonders langsam.

Angelique Kerber hatte bislang mehr Glück mit ihrem Einsatzplan bei den «Fränkisch Open». Die 27-Jährige aus Kiel konnte nach ihrem kraftraubenden Achtelfinalerfolg gegen die Tschechin Klara Koukalova am regnerischen Mittwoch einen Ruhetag einlegen. «Es ist gut, sich ein bisschen erholen zu können», sagte die Fed-Cup-Spielerin, die am Dienstagabend mit 6:1, 7:6 (7:2) gewonnen hatte.

Nach dem Match ließ sie sich intensiv behandeln und pflegen. Rücken, Oberschenkel - überall zwickt es die Turnierfavoritin. «Wir spielen elf Monate im Jahr Tennis», bemerkte sie zur extremen körperlichen Beanspruchung. Schonen für die am Sonntag beginnenden French Open will sich die Weltranglistenelfte aber nicht. «Ziel ist es, viele Matches zu haben vor Paris», sagte Kerber. Am liebsten fünf - Finale inklusive. Dafür müsste Kerber aber zunächst in ihrem dritten Match am Donnerstag die Qualifikantin Misaki Doi bezwingen.

Ans einzige Duell mit der Japanerin kann sich Kerber kaum noch erinnern. In Birmingham siegte sie vor fünf Jahren auf Gras in drei Sätzen. Dass die nur 1,59 Meter große Doi wie sie mit links schlägt, hat Kerber aber nicht vergessen. «Und es ist immer komisch, gegen eine Linkshänderin zu spielen, wenn man selbst Linkshänderin ist», sagte Kerber. Einen Sieg mit links erwartet sie darum eher nicht.