Nutzung von Internet-Diensten trotz NSA-Skandal ungebrochen

Internetdienste wie E-Mail erfreuen sich in Deutschland auch nach der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA ungebrochener Beliebtheit.

Ein Großteil der Internetnutzer verwendeten E-Mail-Angebote, Datenspeicher in der Cloud und Soziale Medien so intensiv wie zuvor, ermittelte eine Studie des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg. Vor allem E-Mail-Dienste würden demnach fast unverändert genutzt. Nur 16 Prozent der Befragten sagten, dass sie nun sensibler mit dem Thema umgehen. Lediglich ein Prozent will auf E-Mail komplett verzichten.

Auf größere Skepsis stoßen Cloud-Dienste. Hier sprechen 31 Prozent von einem «sensiblerer Umgang», acht Prozent verzichten komplett darauf. Bei Soziale Medien sind es 32 Prozent Skeptiker und vier Prozent, die völlig auf eine Nutzung verzichten.

Nutzer mit weniger Erfahrung neigen demnach zu größerer Vorsicht. Von ihnen verzichtet sogar rund ein Viertel komplett auf Dienste wie Online-Speicher oder die Kommunikation in Sozialen Netzwerken, Chats und Foren. E-Mail-Dienste bleiben bei ihnen aber ebenfalls unverzichtbar. Bei den 36- bis 55-jährigen Internetnutzer geht mehr als ein Drittel mit Cloud-Speichern und Sozialen Netzwerken seit der NSA-Affäre sensibler um.

Die Umfrage wird von der Internet World Messe zusammen mit ibi research durchgeführt und läuft noch bis Anfang Januar 2014. Bei den am Dienstag vorgestellten Ergebnissen handelt es sich um einen Zwischenbericht. Die komplette Studie soll auf der Internet World im Februar in München vorgestellt werden.