Obama empfängt Cameron: Schulterschluss im Anti-Terror-Kampf

Die Amerikaner bezeichnen ihre britischen Freunde gern als wichtigste und älteste Verbündete. Die jüngsten Terrorattacken in Paris zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit der USA mit Europa bleibt.

Obama empfängt Cameron: Schulterschluss im Anti-Terror-Kampf
Olivier Douliery / Pool Obama empfängt Cameron: Schulterschluss im Anti-Terror-Kampf

US-Präsident Barack Obama hat Großbritanniens Premierminister David Cameron zu einem Arbeitsessen im Weißen Haus empfangen. Die beiden Staatsmänner trafen sich am Donnerstagabend (Ortszeit) vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge in Paris. Sie wollten unter anderem über ihre Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf sprechen. Auch der gemeinsame Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sollte bei dem Abendessen Thema werden.

Heute wollen sich Obama und Cameron zu einem gut einstündigen Gespräch im Oval Office treffen, an dem auch US-Vizepräsident Joe Biden teilnehmen soll. Anschließend ist eine gemeinsame Pressekonferenz im East Room des Weißen Hauses geplant. Dabei dürften sie sich auch zum Konflikt in der Ukraine und zum gemeinsamen Handel im geplanten Freihandelsabkommen der EU und der USA äußern.

London ist in der US-geführten Allianz gegen den IS ein wichtiger Verbündeter. «Wir sind ihnen zutiefst dankbar», hatte Obamas Sprecher Josh Earnest zuletzt über die Briten gesagt. Beide Länder arbeiten bei der Terrorabwehr eng zusammen, etwa beim Austausch von Geheimdienst-Informationen und beim Thema Cybersicherheit.

Am Donnerstag hatten Obama und Cameron in einem gemeinsamen Leitartikel ihr gemeinsames Bekenntnis zum Kampf gegen Terroristen erneuert. «Ob es einsame Fanatiker sind, die sich uns entgegenstellen oder Organisationen wie Al-Kaida, der Islamische Staat oder Boko Haram - wir werden nicht vor Extremisten zurückschrecken», schrieben die beiden Staatsmänner in dem Artikel, wenige Tage nach den Attentaten von Paris.

«Wir werden diese barbarischen Killer und ihre fehlgeleitete Ideologie besiegen, die versucht, den Mord an Unschuldigen zu rechtfertigen, ob es sich um Schulkinder in Peschawar handelt oder um Mädchen, die im Norden Nigerias gezwungen werden, als Selbstmordattentäter zu sterben.»