Obama und Hollande gedenken der Terroropfer in Paris

US-Präsident Barack Obama hat nach seiner Ankunft in Paris einen der Schauplätze der jüngsten Terroranschläge besucht und dort der Opfer gedacht.

Obama und Hollande gedenken der Terroropfer in Paris
Yoan Valat Obama und Hollande gedenken der Terroropfer in Paris

Nach seiner Landung in der französischen Hauptstadt fuhr Obama am frühen Montagmorgen zum Musikclub «Bataclan», in dem am 13. November etwa 90 der insgesamt 130 Menschen von Islamisten ermordet wurden. Dort wurde er vom französischen Staatschef François Hollande und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo erwartet. Sie legten gemeinsam Blumen vor dem Club ab.

Ein starkes Polizeiaufgebot hatte schon vor dem Eintreffen der beiden Präsidenten den Boulevard Voltaire vor dem «Bataclan» weiträumig abgeriegelt. Seit den jüngsten Terroranschlägen herrscht Ausnahmezustand in Frankreich.

Der US-Präsident ist zu den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen nach Paris gekommen, die am Montag im Vorort Le Bourget beginnen. Auch andere Staats- und Regierungschefs, die zu dem Gipfel erwartet werden, wollen nach französischen Medienberichten in den kommenden Tagen die Schauplätze der Anschläge besuchen und der Opfer gedenken. Am Sonntag bereits war der kanadische Premier Justin Trudeau zusammen mit seinem französischen Kollegen Manuel Valls zum «Bataclan» gefahren.

Im Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek gab es unterdessen am Sonntagabend erneut Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Pariser Terroranschlägen. Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde aber nicht gefunden und sei weiter flüchtig, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Bei der Aktion habe es keine Festnahmen gegeben. Die Staatsanwaltschaft gebe keine weiteren Informationen, so Belga.

Abdeslam war mit den mutmaßlichen Attentätern von Brüssel nach Paris gereist und gilt in Belgien als Staatsfeind Nummer Eins. Die Terrorwarnstufe für die belgische Hauptstadt war am vergangenen Donnerstag von der höchsten Kategorie vier auf drei heruntergestuft worden. Damit gilt die Bedrohung durch einen Anschlag nur noch als «möglich und wahrscheinlich», nicht mehr als «ernstzunehmend und nahe bevorstehend».