Obama zu Nukleargesprächen mit Nordkorea bereit

US-Präsident Barack Obama ist grundsätzlich zu Gesprächen über Nordkoreas Atomwaffen und die Lockerung von Sanktionen bereit. Voraussetzung für nukleare Abrüstungsgespräche sei allerdings, dass auch die Führung in Pjöngjang zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei.

Obama zu Nukleargesprächen mit Nordkorea bereit
Andrew Harrer / Pool Obama zu Nukleargesprächen mit Nordkorea bereit

Ähnlich wie der Iran müsste Nordkorea bereit sein, sich strengen Kontrollen zu unterwerfen, sagte Obama nach einem Treffen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye in Washington.

«An diesem Punkt sind wir aber noch nicht angelangt», so Obama. Anders als Teheran zeige Pjöngjang bislang keine Bereitschaft, über eine Zukunft ohne Atomwaffen nachzudenken. Notwendig sei «echter Wille», fügte Park hinzu, und zitierte ein Sprichwort: «Man kann ein Pferd zum Trog führen, aber man kann es nicht zwingen, zu trinken.»

Bislang hätten die nordkoreanischen Nuklear- und Raketenprogramme das Land nur mehr isoliert, sagte Obama. «Unsere Länder werden Nordkorea niemals als Atomwaffen-Staat akzeptieren.» Die iranischen Atomgespräche und der diplomatische Neuanfang mit Kuba hätten aber bewiesen, dass die Vereinigten Staaten auch mit Ländern verhandelten, mit denen die USA «eine schwierige Geschichte» teilten.

Erst vor vier Wochen hatte Nordkorea sich mit der Verbesserung seines Atomwaffenprogramms gebrüstet und zugleich gedroht, jederzeit auf die feindselige Politik der USA mit Atomwaffen reagieren zu können. Seit 2006 hat das Land drei Atomtests durchgeführt, auf die der UN-Sicherheitsrat jeweils mit einer Verschärfung der Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang reagierte.