Oberstdorfer Eistänzer WM-17. - Franzosen unschlagbar

Die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis sind bei ihrem Debüt bei Eiskunstlauf-WM auf den 17. Platz getanzt. Die talentierten Athleten verbesserten sich in der Kür zum Filmtitel «Amelie» um einen Rang. Der Lohn für die talentierten 20-Jährigen waren gute 138,66 Punkte.

Oberstdorfer Eistänzer WM-17. - Franzosen unschlagbar
Cj Gunther Oberstdorfer Eistänzer WM-17. - Franzosen unschlagbar

Der Titel ging vor 12 000 Zuschauern im TD Garden der Ostküstenstadt erneut an die Franzosen Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron (194,46) vor den Amerikanern Maia Shibutani/Alex Shibutani (188,43) und Madison Chock/Evan Bates (185,77). Der Siegerscheck beträgt 67 500 Dollar.

«Ich bin so stolz auf uns. Wir hatten uns kein Ziel gesetzt, weil es die erste WM war», sagte Lorenz, die erst vor einem Jahr mit Polizoakis zusammenkam und zum russischen Coach Igor Schpilband in die USA ging. «Das ist ein perfekter Trainer, er ist so konzentriert bei der Sache. Wir haben eine sehr enge Beziehung, obwohl viele Toppaare bei ihm sind», sagte Lorenz. Zwar bekamen sie einen kleinen Abzug für eine misslungene Hebung, der Gesamteindruck in ihrer Premierensaison auf internationalem Parkett war positiv.

«Das ist Weltrekord, ich habe noch nie jemanden gesehen, der sich so schnell entwickelt», sagte Startrainer Schpilband: «Sie fühlen die Musik und ihre Schlittschuh-Fähigkeiten sind gut.» Gleich nach der WM geht es in der Nähe von Detroit schon wieder an die neuen Programme. Besonders die Konkurrenz-Situation mit den internationalen Duos im täglichen Training motiviert die Newcomer.

«Zur Nebelhorn-Trophy im September kann man von uns eine Steigerung erwarten», kündigte Polizoakis an. Er will mit Krafttraining an Muskelmasse zulegen, um Leichtgewicht Lorenz noch besser durch die Luft zu wirbeln. Auch Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), lobte die Einstellung der Neulinge in der Eistanz-Szene: «Das Paar arbeitet gut und hat großes Potenzial.»