OECD erwartet mehr Wachstum für große Wirtschaftsnationen

China bleibt internationaler Wirtschaftsmotor. Auch für andere wichtige Industrienationen erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung noch im laufenden Jahr ein Anziehen der Konjunktur.

OECD erwartet mehr Wachstum für große Wirtschaftsnationen
Christian Charisius OECD erwartet mehr Wachstum für große Wirtschaftsnationen

Für die G7-Länder hat die OECD eine Prognose von jeweils 2,4 Prozent für die letzten beiden Quartale 2013 im Vorjahresvergleich errechnet und spricht von einer «moderaten Erholung». Die europäischen Länder sieht die Studie der Rezession entwachsen - Ausnahme ist Italien.

Für China erwarten die Ökonomen nach den am Dienstag in Paris vorgelegten Zahlen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 7,2 im dritten und 8,1 Prozent im vierten Quartal 2013. Damit liegt das Land deutlich vor den G7-Staaten USA (2,5/2,7), Deutschland (2,3/2,4), Frankreich (1,4/1,6), Großbritannien (3,7/3,2), Kanada (4,8/2,5), Japan (2,6/2,4) und Italien. Für die dortige Wirtschaft erwartet die OECD weiterhin negative Zahlen. Im dritten Quartal werde die italienische Wirtschaft um 0,4 und im vierten Quartal um 0,3 Prozent zurückgehen.

Die OECD-Analytiker sprechen in der zwölfseitigen Kurzstudie zwar von einer «Verbesserung der Wirtschaftsdynamik in den Volkswirtschaften», warnen jedoch gleichzeitig: «Eine nachhaltige Erholung ist noch nicht fest etabliert.» Weiterhin seien enorme Risiken vorhanden. So sei es notwendig, die Nachfrage in den Ländern zu unterstützen, «auch durch unkonventionelle Geldpolitik».

Den langsameren Wachstumstrend bezeichnet die OECD als «Herausforderung» sowohl für etablierte wie für aufstrebende Volkswirtschaften. Reformen seien Grundlage für mehr Wachstum, einen Ausgleich der globalen Wirtschaft und Schaffung neuer Arbeitsplätze.